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Blutegel-Therapie bei Qi- und Blutstase

Interessieren Sie sich für eine Blutegel-Therapie?

Die medizinische Blutegeltherapie erfolgt in der Praxis von Frau Dr. Dunja Petersen unter streng qualitätsgesicherten Bedingungen. Für eine medizinische Blutegeltherapie müssen bestimmte Voraussetzungen beim Menschen/Patienten und beim Blutegel erfüllt sein.

Die Wirkung  der Therapie entspricht aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einem starken Aufbrechen von Qi- und Blut-Stase in einem lokalen Bereich. Es erfolgt eine Ausleitung von Gewebeschlacken und Immunablagerungen und eine Versorgung mit frischen klaren Säften (yin) und der aktiven Lebensenergie Qi (yang). Dies sorgt für eine verbesserte Zirkulation vor, in und hinter dem betroffenen Gewebebereich und vermindert ein weiteres Anschwemmen und Ablagern von Stoffwechselprodukten (Schlacken, Blut, Schleim) in diesem Gebiet.

Der Blutegel ist eine biologische Apotheke mit einer einzigartigen Wirkstoffkombination und -injektion. Aus wissenschaftlicher Sicht wirken vor allem Polypeptide und Enzyme sowie als Hauptwirkstoff das Hirudin, das die Blutegel (Hirudo medicinalis/verbana/orientalis) in das Gewebe abgeben.

 

Aber, nicht jeder Mensch darf mit Blutegeln behandelt werden und nicht jede Erkrankung kann damit therapiert werden.

Die Indikationen für eine erfolgversprechende Behandlung sind vielfältig.
Sehr klassische Anwendungsgebiete sind

  • schmerzhafte akute oder chronisch-entzündliche Gelenkerkrankungen (Arthritis)
  • Kniegelenksarthrose (Gonarthose)
  • Tennisellbogen (Epicondylitis humeri)
  • Abszesse, Furunkel und Karbunkel der Haut
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • akute oder chronische Venenleiden und Durchblutungsstörungen (Thrombose, Thrombophlebitis), Ulcus curis
  • Wirbelsäulen- und Kreuzbeinsyndrome z.B. nach Unfällen.

Diese Funktionsstörungen, werden im Einzelfall auch in der TCM-Praxis von Frau Dr. Petersen neben der Akupunktur oder Chinesischen Arzneitherapie mit Blutegeln behandelt.

Nicht mit Blutegeln behandelt werden können Patienten mit

  • deutlicher Blutarmut (Anämie) z.B. nach Chemotherapie oder Blutungsneigung
  • immungeschwächte Patienten
  • erosiver Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder Magenbluten
  • akuten Infektionskrankheiten und Fieber
  • andere schwerwiegende Organerkrankungen
  • in Schwangerschaft und Stillzeit

Woher stammen die Blutegel und wie läuft die Therapie ab?

Die Blutegel stammen aus deutscher Zucht (Biebertaler Blutegelzucht GmbH, Talweg 31, 35444 Biebertal) und sind nachgewiesen keimfrei. Sie gelten als zulassungspflichtiges Arzneimittel (Medirud Bibertal) und werden in Deutschland streng auf Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit kontrolliert. Diese Blutegel beißen nur einmal bei einem einzigen Menschen. Sie werden unter bestimmten Bedingungen vor der Therapie artgerecht gehalten und nach Ihrem Einsatz nach geregelten Vorgaben fachgerecht entsorgt.

Vorbereitung:

Der Patient darf die vorgesehene Stelle 2 Tage vor der Therapie nicht mehr eincremen und nur einmal mit Kernseife (unparfümiert) waschen. Die Blutegel beißen sonst nicht. Auch Nikotingeruch, Geruch ätherischer Öle oder ein Gewitter verhindert das Beißen der Tiere. Ebenso sollten der Patient (und der Behandler) möglichst entspannt sein…

Blutverdünnende Arzneimittel (ASS 100, Marcumar) sowie hochdosierte Enzympräparate, hochdosiertes Fischöl sowie Vitamininfusionen mit Vitamin C müssen 3 Tage vor der Therapie abgesetzt werden und können 2 Tage nach der Therapie wieder angesetzt werden. Im Einzelfall muss zusätzlich über eine begleitende Antibiotische Therapie nachgedacht werden.

Die Blutegel werden mit Hilfe eines Bechers oder einer abgeschnittenen Spritze an einer vorbestimmten Stelle zum Beißen angesetzt. Die Tiere saugen sich anschließend voll und sollen während des Saugvorganges nicht künstlich entfernt werden. Sobald die Tiere fertig sind (15-90  min) fallen sie ab.

    

Die Bisswunde wird mit einer Kompresse und einem festen Verband versorgt. Eine gewisse Nachblutung innerhalb von  12-24 Stunden erfolgt und ist normal, da die Tiere eine Blutverdünnung (der Wirkstoff Calin) in die Wunde gesetzt haben. Nach Abklingen der Nachblutung sollte für weitere 48 Stunden ein Pflaster die Wunde abdecken. Ein Aufkratzen der Stelle sollte unbedingt vermieden werden. Duschen, Baden und Waschen der Wunde sollte bis 36 Stunden nach Beginn der Behandlung unterbleiben.
Gern kann bei Behandlung von Armen oder Beinen ein Hochlegen der Extremität erfolgen. Dies hilft ein starkes Anschwellen und die Nachblutung zu verringern.

Bekannte Symptome nach einer Therapie sind

  • Nachblutung bis 24 Stunden
  • Juckreiz für 2-3 Tage
  • zackiger Wundrand, ggf. rot oder bläulich verfärbt bis zu 14 Tage
  • Schwellung an der Bißstelle und ggf. des Behandlungsareals an Armen oder Beinen für einigeTage
  • regionale Lymphknotenschwellung

Weitergehende Informationen

Studienergebnisse (für Kniegelenksarthrose, Tennisellbogen oder Mittelohrentzündung) und viele weitere Informationen finden Sie z.B. auf der Homepage der Biebertaler Blutegelzucht, die an vielen deutschen Studien z.B. am Immanuel Krankenhaus in Berlin beteiligt ist: www.blutegel.de .

Ablauf und Kosten

Eine Vorbesprechung und Therapieplanung muss vorab mit Frau Dr. Petersen erfolgen.
Eine Behandlung mit Blutegeln in der Praxis dauert zwischen 1-2 Stunden.
Es werden in der Regel nicht mehr als 10 Egel pro Behandlung gesetzt.  Das Beißen der Blutegel läuft weitgehend schmerzfrei ab, weil die Tiere wahrscheinlich schmerzlindernde Wirkstoffe gleich zu Beginn abgeben.
Der Effekt tritt häufig sofort nach der Behandlung ein und hält häufig monatelang an.  In der Regel ist nur eine Behandlung pro Fall notwendig.

Die Kosten richten sich einerseits nach der Anzahl der benötigten Blutegel (ca 10,00 – 15,00 EUR/Egel je nach Größe) und andererseits nach dem zeitlichen und weiteren Aufwand der Praxis. Rechnen Sie mit ca. mit 200€ – 300€ / Behandlungstermin (Verbandskosten  inklusive).

Eine Abrechnung mit privaten Krankenversicherungen oder privaten Zusatzversicherungen ist möglich.

 

Autor: Dr. med. Dunja Petersen, Ärztin in Kiel, Deutschland

2018-11-16T10:03:44+00:00 19. Juni 2014|Allgemein, Krankheiten aus Sicht der TCM|